Rheinländer Kanarien kommen in drei Farben vor:

  • gelbgrundig
  • weißgrundig
  • rotgrundig

Soviel von der Theorie. In der Praxis trifft man überwiegend gelbgrundige Exemplare.

Auch die weisgrundige Vögel sind nicht selten.

Rotgrundige dagegen existieren vielleicht gar nicht mehr!

Melanin darf nicht vorkommen. Die einzige Ausnahme wo Melanin sichtbar sein darf ist die Haube. Der Melanin Areal (Haube) kann entweder schwarz oder braun sein.

Das Zuchtziel soll eine aufgehellte Haube sein. Das gelingt eher mit der Vögel mit dem braunen Melanin.

Wie bei allen Rassen – ist eine intensiv (A-Vogel) + schimmel (B-Vogel) Verpaarung erstrebenswert! Ein Grund dafür ist die Größe! Aber auch die Gefiederqualität wird dadurch enorm profitieren. Obwohl der Rheinländer eine Miniaturversion des Lancaschire Kanarien ist, wird oft ein unterschiedliches Muster bei der Verpaarung verfolgt. Lancashire ist der größte Kanarienrasse überhaupt. Um die Größe zu erreichen ist es oft empfehlenswert zwei B-Vögel zu verpaaren. Schimmel + schimmel ergibt in allen Fällen größere Vögel. A + B Regel muss auch hier bevorzugt werden. Sonst kann es zum Federbalg-Zysten kommen (Lumps).

Unterschied zwischen intensiv und schimmel Rheinländer
Zwei Rheinländer Glattköpfe – Schimmel (links) und intensiv (rechts)

Bei der Rheinländer ist eine B + B Verpaarung nur in Ausnahmefällen empfehlenswert. Schimmel + schimmel wird auch bei der Rheinländer größere Vögel erbringen. Das ist bei der Rheinländer nicht zu empfehlen. Die Größe ist laut Standard maximal 12 cm! Bei der Rasse Lancashire sind es fast doppelt soviel – 22-23 cm!

Intensiv + intensiv soll man bei der Rheinländer Verpaarung ausschließen. Der Grund ist ein Latalfaktor. Der ist dafür verantwortlich das etwa 25 % der Nachzucht stirbt. Meistens schon vor der Schlupf.

“Zur Schau zugelassen sind nur reine Lipochromvögel, also die Farben weiß (dominant und rezessiv), gelb, gelb ivoor, rot und rot ivoor (intensiv und schimmel) ohne jegliche Scheckung außerhalb der Haube” 1) Thomas Müller – Uwe Feiter: “Rassebeschreibungen der in Deutschland anerkannten Positurkanarienrassen”, unter: http://www.wfv-dkb.de/SammelmappeggR17.pdf, (abgerufen am 28.05.2021).

Rheinländer Schecken

Die Schecken sind für Ausstellungen nicht geeignet. Für die Zucht kann man die Vögel mit kleinen Melanin Arealen durchaus verwenden. Besonders wertvoll sind die Schecken mit Intensitätsfaktor. Es ist zu erwarten, dass die Farben der Nachwuchs intensiver werden und bestenfalls keine Melanin Areale zeigen. Die Entstehung der Rasse Rheinländer erfolgte durch Verpaarung zwei Positurrassen – Japan Hoso und Gloster. Aus dem Grund kommt es immer wieder Mal vor das die Rheinländer auch Melanin Areale zeigen.

Rheinländer Kanarien sind vielleicht nicht so farbenfroh wie manch andere Positurkanarien. Die Farbe spielt aber viel höhere Rolle als bei anderen Positurrassen. Denn in Gegensatz zu vielen anderen Positurrassen darf der Rheinländer nur in bestimmten Farben ausgestellt werden!

Haubenfarbe bei der Rheinländer

Die Haube bei Rheinländer kann aufgehellt, dunkel und grizzle (aufgehellte Hauben mit dunkeln Federn versehen – Sprenkelhaube) sein. Selbst, wenn die Haube aufgehellt ist so das man kein Melanin sehen kann, trägt jedes Individuum genetisch entweder schwarzes oder braunes Melanin. Das Zuchtziel soll immer eine aufgehellte Haube sein.

Quellen[+]